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Die Multiple Sklerose (MS), auch Encephalomyelitis disseminata (ED) genannt, ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), d. h. des Gehirns und des Rückenmarks. Sie beginnt vorwiegend im jüngeren Erwachsenenalter, verläuft chronisch, meist in Schüben und zeigt bei jedem Erkrankten äußerst unterschiedliche Symptome.

Diagnostik

Um die Diagnose der Multiplen Sklerose sichern zu können, müssen eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Neurologische Untersuchung
  • Evozierte Potentiale der verschiedenen Funktionssysteme (VEP, SEP, MEP)
  • Magnetresonanztomografie (MRT) vom Kopf und der Wirbelsäule
  • Liquordiagnostik

Diese Vielzahl von Untersuchungen helfen, charakteristische Befunde zu sammeln, um die Diagnose der MS sicher zu stellen und andere Erkrankungen, u.a. andere Entzündungen des ZNS (z.B. Neuroborreliose, Vaskulitis) auszuschließen.

Therapie

Ist die Diagnose der MS sicher gestellt, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung:

Schubtherapie.

Bei einem akuten Schub erfolgt eine entzündungshemmende Therapie mit einer hochdosierten Cortisonpulstherapie intravenös.

Basistherapie.

Vier verschiedene immunmodulatorische Substanzen stehen zur Verfügung, die regelmäßig injiziert werden. Diese Medikamente schützen, indem sie die Aktivität und das Voranschreiten der Erkrankung reduzieren bzw. aufhalten können. Weitere Substanzen in Tablettenform sind in Erprobung.

Eskalationstherapie.

Bei einigen Patienten mit sehr aktiver Erkrankung reicht diese Basistherapie unter Umständen nicht aus. Hier kommen andere Therapien z.B. mit einem monoklonalen Antikörper oder Chemotherapeutika zum Einsatz.

Symptomatische Therapie.

Im Verlauf der Erkrankungen können verschiedene Beschwerden auftreten z.B. eine vermehrte Spastik (Steifigkeit), Schmerzen oder Blasenstörungen, die mit speziellen Therapien behandelt werden können.

Nachsorge

Wo finden MS-Patienten kompetente medizinische Betreuung und die Sicherheit, nach den aktuellsten Verfahren untersucht und optimal behandelt zu werden?

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Einrichtung von MS-Zentren eine qualitativ hochwertige Versorgung von MS-Patienten durch in dieser Erkrankung spezialisierte Neurologen und andere MS-Fachkräfte zu gewährleisten. Sie bietet damit allen MS-Patienten in Deutschland eine unabhängige, verlässliche Orientierung an.

Das multiple sklerose zentrum bamberg mszb (Leitung: Dr. Boris-Alexander Kallmann) und das multiple sklerose zentrum erlangen msze (Leitung: Dr. Ralf Linker) sind von der DMSG als anerkannte MS-Zentren zertifiziert.