studien. teriflunomid

Teriflunomid ist eine weitere in klinischer Entwicklung befindliche Substanz gegen MS in Tablettenform. Es entfaltet seine Wirkung über eine Hemmung von aktivierten Immunzellen, die eine Entzündung verursachen und zur Zerstörung der Myelinscheide der Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark führen. Teriflunomid ist ein Abkömmling von Leflunomid (Arava), das bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis in den USA und Deutschland bereits zugelassen ist.

Erfahrungen mit Teriflunomid bei der MS

Teriflunomid ist ein Abkömmling von Leflunomid (Arava), das bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis in den USA und Deutschland bereits zugelassen ist.

Im September 2004 begann die erste der Teriflunomid-Zulassungsstudien (TEMSO) in 115 Zentren und 20 Ländern. Binnen 3 Jahren wurden insgesamt 1080 MS-Patienten eingeschlossen. Auf dem diesjährigen ECTRIMS-Kongress wurden Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Teriflunomid aus der TEMSO–Studie vorgestellt.

An der Studie nahmen Patienten mit mindestens einem Schub im letzten Jahr oder zwei Schüben in den vergangenen zwei Jahren teil. Sie wurden zufällig einem der drei Behandlungsarme zugeordnet: Die Patienten erhielten entweder Plazebo, 7 mg oder 14 mg Teriflunomid einmal täglich als Tablette für 108 Wochen.

Teriflunomid konnte in beiden Dosierungen die jährliche Schubrate um ca. 30% gegenüber Plazebo vermindern. Teriflunomid hatte einen dosisabhängigen Effekt auf die Zahl an Kontrastmittel-aufnehmenden Läsionen im MRI.

Insgesamt wurde das Medikament gut vertragen. Unerwünschte Ereignisse waren in der Gruppe der Teriflunomid behandelten Patienten nicht häufiger als unter Placebo. Todesfälle kamen nicht vor.

Zusammenfassend stellt sich Teriflunomid, sowohl was die Wirksamkeit als auch die Nebenwirkungen betrifft, als eine mögliche zukünftige Alternative zu den aktuellen Basistherapien dar.

Tower-Studie

Ziel.

Im September 2008 startete eine internationale, multizentrische Studie (TOWER-Studie) bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (MS). Das Ziel dieser Phase III-Studie ist die Bewertung des Effektes der Prüfsubstanz Teriflunomid im Vergleich zu Placebo auf die jährliche Schubrate. Weiterhin wird die Zeit bis zum Voranschreiten einer MS-bedingten Behinderung bestimmt.

Studie.

Über einen Zeitraum von 48 bis 158 Wochen (in Abhängigkeit vom Studienfortschritt) wird Teriflunomid einmal täglich in Tablettenform verabreicht. Der Wirkstoff wird in zwei unterschiedlichen Dosierungen im Vergleich zu Placebo geprüft. Damit können die Effekte der Studienmedikation im Vergleich zu Placebo eingeschätzt werden. In dieser Zeit sind regelmäßige Besuche im Studienzentrum für verschiedene Untersuchungen erforderlich.

Die Möglichkeit der Studienteilnahme endet Februar 2011.